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Thema Warten ...

"Der Zweck eines mindestens an drei Seiten geschlossenen Wartehäuschens ist der Wind-, Wetter- und Kälteschutz, die Mindestausstattung ist eine Sitzmöglichkeit", sagt Wikipedia.

 

Wenn der Mensch wartet, befindet er sich mental auch in solch einem Häuschen, in einer Art Parallelwelt: "Draußen" läuft das normale Leben weiter, "drinnen" hat der Wartende  alle Sinne auf ein Ergebnis oder ein Ereignis fokussiert, der Raum ist geschrumpft, aber die Zeit dehnt sich  ins Unendliche. Einstein hätte seine Relativitätstheorie um die Untersuchung der Befindlichkeit eines wartenden Menschen ergänzen sollen!

Was also tun mit dieser Art von Zeit? Wie geht man damit um? Je nach Typ, Temperament und persönlicher Situation gibt es unterschiedliche Reaktionen.

Und ebenso vielfältige Antworten in meinem Kapitel "Geschichten und Kolumnen".

 

Ferner: Freuen Sie sich in meiner aktuellen Ausgabe auf

- Fotos zum Thema Warten - Wartehäuschen im Bregenzerwald

- Das Rätsel zum Thema

- Ein Elfchen über das  Warten

In eigener Sache

IDEEN & EXPERIMENTE

 

Fotoausstellung Rolf und Gerdi Scherer 

Rathaus Immenstaad

 

!verlängert! - jetzt bis 28. Juni 2017

Montag bis Freitag 8 - 12 Uhr, Dienstag 14 - 18 Uhr

 

Themen der Ausstellung: TimePainting; Schwarz & Weiß; Ahnenreihe; Flora; Poster; Farbe & Licht; Objekte

 

Alle Exponate als Diashow (für die, die nicht kommen können) 



Schöne Bilder

Mein aktuelles Buch

Cox oder Der Lauf der Zeit 

von Christoph Ransmayr

Frankfurt: Fischer 2016.    

 

gs. Alistair Cox, ein englischer Uhrmacher, reist im 18. Jahrhundert zusammen mit drei Gefährten nach China: Er soll für den gottgleichen Kaiser Qiánlóng Uhren - besser vielleicht: Automaten -  bauen, die die Zeit abbilden, einfangen, möglicherweise sogar bändigen. Der chinesische Herrscher gebietet über Mensch und Tier, über Schicksale und Jahreszeiten. Wenn er also auch noch über die Zeit verfügen könnte...? Cox soll ihm zuerst eine Uhr bauen, die die Kindheit zeigt, dann eine, die den Tod verkörpert, und zuletzt einen Automaten, der die Ewigkeit abbildet. Cox, zutiefst unglücklich seit dem Tod seiner Tochter, findet in der langen Reise zu einer fremden Kultur und in der Auseinandersetzung mit Kindheit, Tod und Ewigkeit zu sich selbst.

Faszinierend ist Ransmayrs Stil: Es gelingt ihm, mit wenigen Worten, in wenigen Absätzen, farbenprächtige Welten entstehen zu lassen, komplexe Geschichten zu erzählen, Tiefgründiges mitzuteilen. Bestechend die Uhren, die Cox erfindet! Überraschend und im wahren Wortsinn genial ist der Schluß, die Uhr der Ewigkeit...

Historisch verbürgt: Es gab im 18. Jh. einen Automatenbauer James Cox, der versuchte, ein Perpetuum Mobile zu bauen. Auch lieferte er viele Uhren an den Kaiser Qiánlóng.

Aber alles andere ist Fiktion! Erdacht von Christoph Ransmayr. Nicht wirklich, aber wahr.

Mein aktuelles Movie

Café Society

Regie: Woody Allen. Drehbuch: Woody Allen. USA 2016. Mit Jeannie Berlin, Jesse Eisenberg und Kristen Stewart.    

 

gs. Sechsundneunzig Minuten lang eintauchen in die Welt der Schönen und Reichen der dreißiger Jahre. Schauplätze sind der Strand von Malibu, Hollywood, Manhattan (natürlich), eine glitzernde Bar, viel Straß und Geflitter, atemberaubend schöne Damen mit passenden Begleitern, unglaublich schicke Kostüme, Anzüge, Frisuren, Autos, Swimming-Pools und Villen - alles aus der Sicht einer nicht ganz so reichen New Yorker Familie erzählt, immerhin im Aufstieg begriffen. Letzteres ist Ben zu verdanken, einem waschechten New Yorker Gangster mit allen Klischees, die ein Gangster der dreißiger Jahre zu haben hat! Sein Bruder Bobby hingegen ist der naive und sympathische Held, der keinem was Böses tut und vieles richtig macht. Alles begleitet von hinreißender Swing-Musik. Wer sich auf den Film einläßt, wird nach 96 Minuten aufstehen und weitertanzen wollen. Woody Allens neuer Film ist Zitat und Hommage.

 

(2016 lief der Film in Cannes, nun ist er zum Leihen erhältlich).